Holz wächst nach – Öl nicht!

Zudem bindet jede Tonne Holz 1,8 Tonnen CO2. Zur Herstellung von Getränkekartons wird ausschließlich Holz aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern verwendet. Dafür steht das Qualitätssiegel des Forest Stewardship Council (FSC®).

Das FSC-Motto.

Seit Gründung 1992 gilt für das Handeln des FSC: Man darf nur verbrauchen, was man wieder ersetzen kann. Das überzeugt. In den letzten 20 Jahren konnten über 179 Millionen Hektar Wald in 80 Ländern nach den Regeln des FSC zertifiziert werden. Das entspricht dem 16-fachen Anteil der gesamten Waldfläche Deutschlands. Wussten Sie übrigens, dass in den letzten 40 Jahren in Deutschland rund 1 Million Hektar neuer Waldflächen hinzugekommen sind?

Mitreden erwünscht.

Die Idee: Alle Interessengruppen kommen zusammen und einigen sich in einem demokratischen Prozess auf einen gemeinsamen nationalen Standard. Das heißt: Nicht der Waldbesitzer entscheidet alleine, auch Vertreter von Umweltverbänden, Gewerkschaften sowie Vertreter der Zivilgesellschaft und indigene Völker sitzen mit am Tisch.

Johannes Enssle, Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)

Hohe Standards.

Die 10 weltweiten Waldregeln des FSC:

  • Prinzip 1: Einhaltung der Gesetze und FSC-Prinzipien

    Die Waldbewirtschaftung soll alle relevanten Gesetze des Landes sowie internationale Verträge und Abkommen, welche das Land unterzeichnet hat, respektieren und die Prinzipien und Kriterien des FSC erfüllen.

  • Prinzip 2: Besitzansprüche, Landnutzungsrechte und Verantwortlichkeiten

    Langfristige Besitzansprüche und Nutzungsrechte an Land- und Forstressourcen sollen klar definiert, dokumentiert und rechtlich verankert sein.

  • Prinzip 3: Rechte indigener Völker

    Die gesetzlichen und gewohnheitsmäßigen Rechte der indigenen Gruppen hinsichtlich Besitz, Nutzung und Bewirtschaftung von Land, Territorien und Ressourcen sind anzuerkennen und zu respektieren.

  • Prinzip 4: Beziehungen zur lokalen Bevölkerung und Arbeitnehmerrechte

    Die Waldbewirtschaftung soll das soziale und ökonomische Wohlergehen der im Wald Beschäftigten sowie der lokalen Bevölkerung langfristig erhalten oder vergrößern.

  • Prinzip 5: Nutzen aus dem Walde

    Die Waldbewirtschaftung fördert die effiziente Nutzung der vielfältigen Produkte und Leistungen des Waldes, sodass sie langfristig wirtschaftlich tragbar wird und eine breite Palette von ökologischen und sozialen Vorteilen gewährleisten kann.

  • Prinzip 6: Auswirkungen auf die Umwelt

    Die Waldbewirtschaftung soll die biologische Vielfalt und die damit verbundenen Werte, die Wasserressourcen, die Böden sowie einzigartige und empfindliche Ökosysteme und Landschaften erhalten und dadurch die ökologischen Funktionen und die Unversehrtheit des Waldes gewährleisten.

  • Prinzip 7: Bewirtschaftungsplan

    Ein sowohl für die Betriebsgröße als auch für die Bewirtschaftungsintensität des Forstbetriebes angemessenes Planungswerk ist zu erstellen, anzuwenden und zu aktualisieren. Das Planungswerk beschreibt deutlich die langfristigen Bewirtschaftungsziele und die Mittel zu deren Verwirklichung.

  • Prinzip 8: Kontrolle & Bewertung

    Eine der Betriebsstruktur angemessene Dokumentation und Bewertung soll den Waldzustand, die Erträge der geernteten Waldprodukte, die Handels- und Verwertungskette, die Bewirtschaftungsmaßnahmen sowie deren soziale und ökologische Auswirkungen feststellen.

  • Prinzip 9: Erhaltung von Wäldern mit hohem Schutzwert

    Bewirtschaftungsmaßnahmen in Wäldern mit hohem Schutzwert sollen deren Merkmale erhalten oder vermehren. Diese Wälder betreffende Entscheidungen sollen immer im Sinne einer vorbeugenden Herangehensweise erwogen werden.

  • Prinzip 10: Bewirtschaftung von Plantagen

    Plantagen sind in Übereinstimmung mit den Prinzipien und Kriterien 1-9 sowie dem Prinzip 10 und seinen Kriterien zu bewirtschaften. Wenn Plantagen auch eine Reihe sozialer und ökonomischer Vorteile liefern und dazu beitragen können, den globalen Bedarf an Forstprodukten zu befriedigen, sollen sie die Bewirtschaftung von Naturwäldern ergänzen, den Druck auf diese reduzieren und ihre Wiederherstellung und Erhaltung fördern.

Strenge Kontrolle - viel Sicherheit.

Das FSC-Siegel signalisiert dem Verbraucher, dass alle in den Getränkekartons verarbeiteten Zellstofffasern von der Ladentheke bis zum Wald rückverfolgbar sind. Dies wird regelmäßig kontrolliert. Verstöße gegen den FSC-Standard werden dokumentiert und geahndet.

  • Uwe Sayer
    (FSC Deutschland)

    „Das Engagement der Getränkekarton-Produzenten für den weltweiten Schutz der Wälder ist beispielhaft.”